DIY Leinwand: Einfach selber bauen

Eine Leinwand auf Keilrahmen selber bauen? Das ist nicht schwierig. Aber wozu? Die gibt es doch zu kaufen. Ja, aber gekaufte, fertig gespannte Leinwände auf Keilrahmen können verschiedene Haken haben, zum Beispiel Preis und Größe.

Der Preis:

Fertig gespannte Leinwände auf Keilrahmen gibt es in unterschiedlichen Preissegmenten. Möchte man keine kleinformatigen, sondern mittelgroße oder gar große Formate bemalen, fällt der Preis schnell ins Gewicht. Denn Qualität hat ihren Preis. Zwar gibt es auch preisgünstige Exemplare in verschiedenen Läden. Oft hapert bei diesen an der Verarbeitung und am Material. Der Keilrahmen ist pröde, verzogen, oder verzieht sich gerne, sobald man den Malgrund koloriert. Und die Leinwand? Die ist manchmal schmutzig, eingedrückt oder gar gerissen.

Die Größe

Ein weiterer Haken ist die Größe der Leinwand – fertig gespannte Leinwände gibt es auf fertig gebauten Keilrahmen. Alles steht schon fest – Tiefe, Höhe, Breite. Beim Selber Bauen ist man flexibel und kann sich seine Wunschleinwand mit Wunschmaßen bauen. Gerade bei Mittel- und Großformaten gewinnt man hier auch im Preis. Selber Bauen ist billiger.

DIY – Bau‘ Deine eigene Leinwand

Für das selber Bauen sprechen Preis, Größe und Qualität der Leinwand. Denn Du wählst die Materialien selbst aus. Alles, was Du zum Bau brauchst sind folgende Materialien und Werkzeuge

  • Keilrahmenleisten
  • Malgrund, z.B. Leinen
  • Handtacker und Tackernadeln
  • Malerweiß zum Grundieren
  • Pinsel

Keilrahmenleisten

Keilrahmenleisten kannst Du im Künstlerbedarf Deiner Wahl kaufen. Bei mehr als 100cm Schenkellänge empfehle ich Dir auch den Kauf eines Mittelstücks. Das gibt dem Keilrahmen zusätzliche Stabilität. Leisten zu kaufen kann günstiger sein, als direkt einen ganzen Keilrahmen zu wählen. Und Du kannst komplett üper die Maße entscheiden. Auch wenn Du es Dir später noch anders überlegst, hast Du die freie Wahl und kannst mit den einzelnen Leisten in verschiedenen Längen spielen – paarweise versteht sich.

Malgrund

Malgründe gibt es ebenso wie Keilrahmen im Künstlerbedarf. Alternativ kannst Du auch bei Stoffläden schauen. Gute Erfahrungen habe ich mit 200g/m² schwerem, ungrundiertem Leinwandrohgewebe gemacht und 340g/m² schwerem Leinen Stoff gemacht. Ersteres ist mein Favorit. Den Malgrund kannst Du Dir nach Belieben auf die Wunschmaße zuschneiden – denke dabei daran, etwa 5 cm mehr pro Seite einzuberechnen, damit Du den Stoff spannen kannst.

Handtacker

Die Leinwand befestigst Du mit einem Handtacker am Keilrahmen. Dazu legst Du den zugeschnittenen Stoff flach am Boden aus und platzierst den zusammengebauten Keilrahmen mittig auf dem Stoff. Die überstehenden Stoffenden nimmst Du und legst sie auf den Keilrahmen.

Zu Beginn tackerst Du auf einer Seite mittig den Stoff am Keilrahmen fest. Das wiederholst Du auf der gegenüberliegenden Seite. Nur, dass Du dieses Mal ein wenig an der Leinwand ziehst, damit der Stoff straffer sitzt. Achte dabei darauf, den Stoff nicht zu verziehen, sodass an den anderen Seiten weiterhin genug Leinwand zum Spannen überlappt.

Als Nächstes fixierst Du die beiden anderen Seiten jeweils mittig mit einer Tackernadel. Anschließend tackerst Du von der Mitte einer der Seiten zur Außenseite weiter, also von Innen nach Außen. Die gegenüberliegenden Seiten straffst Du vor dem Fixieren so kräftig Du kannst, damit der Stoff möglichst stramm auf dem Rahmen sitzt.

Die Grundierung

Wenn die Leinwand gespannt ist, kannst Du sie grundieren. Manche schwören dafür auf Hasenleim, ich bevorzuge Malerweiß. Das trägst Du mit einem großen Pinsel und viel Wasser auf den Stoff auf. Gib‘ dem Stoff die Möglichkeit, sich schön mit Feuchtigkeit und Farbe vollzusaugen, sodass eine dünne, blickdichte Grundierung entsteht, auf der Du nach dem Trocknen Malen kannst.

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